Paris: Gilets jaunes, »acte IV«. Paris, 8. Dezember 2018 Bild: Carl Melchers

Proteste der »Gelben Westen« in Frankreich

Die Proteste der französischen »Gelben Westen« offenbaren eine tiefe Hegemoniekrise. Ein Beitrag zur Debatte über die Bewegung.

Es handelt sich bei den »Gelben Westen« nicht um einen Aufstand von Rassisten und Nationalisten, wenngleich es ein paar unangenehme Zeit­genossen unter den Akteuren der Bewegung gibt. Diese könnten durch eine Radikalisierung der Revolte durchaus zurückgedrängt werden.

(…) die wochenlangen Proteste der sogenannten Gelben Westen offenbaren eine Krise sozialer und politischer Zuordnungen, die die organisierte französische Linke immer mehr zum Zaungast gesellschaftlicher Aus­einandersetzungen macht. Diese Situation kommt nicht von ungefähr: In den vergangenen Jahrzehnten haben tiefgreifende Transformationspro­zesse den gesellschaftlichen Konflikten neue Formen gegeben.

So zeichnen sich die diesjährigen Herbstproteste zunächst einmal durch die Abwesenheit der Gewerkschaften aus. Mehr noch, die klassischen Organisationen der Lohnabhängigen haben Schwierigkeiten, überhaupt Position in der Auseinandersetzung zu beziehen. »Die Bewegung kam außerhalb der Betriebe und angesichts einer auf den ersten Blick von der Arbeitswelt losgelösten Frage (dem Benzinpreis) auf.

 

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