Das verzerrte Menschenbild im Kapitalismus

Menschenbild im Kapitalismus

Andreas von Westphalen:
Die Wiederentdeckung des Menschen

Warum Egoismus, Gier und Konkurrenz nicht unserer Natur entsprechen

Buch erscheint am 2.5.2019 im Westend-Verlag | 240 Seiten | 22€

Der Mensch ist nicht für den Kapitalismus gemacht.

Die Wiederentdeckung des Menschen
„Die Wiederentdeckung des Menschen“ von Andreas von Westphalen
Warum Egoismus, Gier und Konkurrenz nicht unserer Natur entsprechen.

Zahllose wissenschaftliche Arbeiten haben der Mär widersprochen, dass der Mensch von Natur aus egoistisch, materialistisch und konkurrenzorientiert sei.

Leben wir in einer Wettbewerbs- und Ellbogengesellschaft, in der jeder seines Glückes Schmied und sich selbst der Nächste ist? Konkurrenz, die niemals schläft, das Geschäft belebt? Der Ich-AG die Welt gehört, denn „the winner takes it all“? Geiz geil ist, und es gilt: Meins. Nicht Deins, denn unterm Strich zähl ich?

  • Ist der Mensch von Natur aus eher egoistisch oder altruistisch?
  • Ist der Mensch von Natur aus eher auf Konkurrenz oder auf Kooperation gepolt?
  • Ist der Mensch von Natur aus eher materialistisch oder genügsam?
  • Hat der Mensch von Natur aus ein natürliches Gefühl für Fairness und Gerechtigkeit oder ist dies vor allem ein Ergebnis der Erziehung?

Sofern Sie davon überzeugt sind, dass der Mensch von Natur aus eher egoistisch und materialistisch ist, Konkurrenzstreben sein Verhalten auszeichnet und Fairness- und Gerechtigkeitsgefühl nicht angeboren sind, sondern erlernt werden müssen, dann gehören Sie sicherlich zur Mehrheit.

Spätestens mit dem Zusammenbruch des kommunistischen Ostblocks scheint es eine selbstverständliche Erkenntnis geworden zu sein, dass das kommunistische Menschenbild, welches Gleichheit postuliert, nicht mit der Natur des Menschen übereinstimmt. Aber wie verhält es sich mit dem aktuell herrschenden Kapitalismus, der sich zentral auf mindestens drei menschliche Grundeigenschaften stützt? Nämlich: auf Egoismus, Konkurrenz und Materialismus. Entspricht dieses Menschenbild, das ich der Einfachheit halber – der darin liegenden Reduzierung bin ich mir durchaus bewusst – als „kapitalistisches Menschenbild“ bezeichnen möchte, der Natur des Menschen?

Philosophen, Wirtschaftswissenschaftler, Theologen, Psychologen, Soziologen, Biologen und Vertreter vieler Wissenschaften haben seit Jahrhunderten auf abertausenden Seiten ihre Meinungen über die Natur des Menschen geschrieben und ihre jeweiligen Überzeugungen formuliert. Im Zentrum der konkreten wissenschaftlichen Forschung aber steht die Frage nach der menschlichen Natur erst seit relativ kurzer Zeit. Dies Interesse ist umso wichtiger, da die Einschätzung der menschlichen Natur kein Zeitvertreib für ergraute Akademiker ist, sondern ganz konkrete Konsequenzen für die Gesellschaft und das Leben jedes Einzelnen entfaltet.

( … )

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