Jan Böhmermann Montagsrede SPD

N19 – Montagsrede 7/7 zur Rettung der deutschen Sozialdemokratie

SPD: Reißleine ziehen oder aufschlagen und verrecken!

Montagsrede 7 von 7 – 02.12.2019
gesprochen von Jan Böhmenmann

Die Montagsreden zur Rettung der deutschen Sozialdemokratie stammen dabei aus der Feder einer profilierten Sozialdemokratin oder eines profilierten Sozialdemokraten – von innerhalb oder außerhalb der SPD.

Das #neustart19-Team hat mit der Verfasserin bzw. dem Verfassers Stillschweigen über ihre bzw. seine wahre Identität vereinbart.


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Tag: Montagsrede


Montagsrede 7 von 7

SPD: Reißleine ziehen oder aufschlagen und verrecken!

Verfasser*in: anonym „

„Liebe Genossinnen und Genossen,

Stellen Sie sich vor: Sie sitzen auf einer Bank, in einem Park. Der Park ist nicht perfekt. Hie und da liegt Müll ‚rum. Und drüben an der Südseite, wo die Wohnungen teurer werden, ist der Rasen auch grüner als anderswo. Dennoch gucken sie ganz zufrieden. Als Grünflächenbeauftragter haben sie den Park schließlich mitgestaltet. Und dank ihnen konnten eine Parksteuer und Anwohnerrechte durchgesetzt werden. Seitdem gibt’s auch öffentliche Grillplätze. Unter’m Strich ist das also eine anständige Grünanlage hier.

Doch dann setzt sich jemand neben sie und erzählt ihnen folgendes: „Der Park ist ineffizient und innovationsfeindlich. Anwohnerrechte? Verhindern nur modernere Grillplätze. Parksteuer? Ungerecht. Denn drüben, an der Südseite, haben die ja ihre eigenen Gärten. Und überhaupt: Wäre doch viel besser, wenn jeder seine Parzelle hätte. Dafür müsste man nur die Parksteuer abschaffen, das gesparte Geld investieren die Leute dann in Garten-Fonds. Und weil die Nachfrage an Gärten dann steigt, kann sich bald jeder seine Laube leisten. Oben drauf wächst auch noch der Garten-Sektor. Win-Win-Win-Situation also.“

Sie grübeln. Einerseits haben sie ewig für Parksteuer, Anwohnerrechte und Grillplätze gekämpft. Andererseits: The Times – They are A-Changin. Vielleicht braucht’s heute eben keine Grünflächenbeamten mehr, sondern Parkmanager. Letztere haben sich ja bereits in anderen Städten durchgesetzt. Und wenn Sie nun mutig voran steppen, können Sie ja immerhin drauf achten, dass ganze nicht allzu asozial wird. Zumal für Sie und Ihren Gewerkschaftsfreund dann womöglich auch noch Posten bei der Parkmann AG abfallen. Große Verantwortung, aber einer muss den Job ja machen. Wegen Win-Win-Win-Win-Win.

Also packen Sie’s an: Die Südseite des Parks wird eingezäunt, damit da nicht mehr frech Pfandflaschen weg gesammelt werden. Grillplätze gibt’s nur noch gegen Gebühr. Anwohnerrechte werden beschnitten, quer durch den Park ein „dritter Weg“ planiert und Gärtner durch Grünflächen-Worker auf Minijob-Basis ersetzt.

Warum erzähle ich Ihnen diese kleine Parabel? Ich erzähle sie Ihnen gar nicht einmal, um Sie abermals an die sozialdemokratische Sündenkartei zu erinnern: Die Verwerfungen der Hartz-Reformen, die Schere zwischen Arm und Reich, die Alters- und Kinderarmut, der Ausverkauf staatlicher Infrastruktur. Das wissen sie ja selbst. (…)“

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