Finnlands Premierministerin Marin will 4-Tage-Woche und 6-Stunden-Tag

4-Tage-Woche und 6-Stunden-Tag

Finnlands Premierministerin Sanna Marin fordert viel kürzere Arbeitszeiten.

“Eine 4-Tage-Woche und ein 6-Stunden-Arbeitstag. Warum sollte das nicht unser nächster Schritt sein? Sind acht Stunden wirklich die letzte Wahrheit? Ich glaube, die Menschen verdienen es, mehr Zeit mit ihrer Familie, mit ihren Lieben, mit ihren Hobbys und anderen Aspekten ihres Lebens zu verbringen – wie Kultur. Das könnte der nächste Schritt in unserem Arbeitsleben sein”

erklärt Sanna Marin

„Die Menschen gehen in die Arbeit und erledigen diese fokussierter und konzentrierter. Danach gehen sie nach Hause und haben genügend Zeit, um den Nachmittag mit ihren Familien, Freundinnen und ihren Hobbys zu verbringen.“

Sanna Marin

Magazin KONTRAST.at | Arbeit & Freizeit
Beitrag von Patricia Huber 16.12.2019


Göteborg 6-Stunden-Tag macht glücklich und gesund

In Schweden funktioniert der 6-Stunden-Tag schon in vielen Bereichen: So hat Göteborg, die zweitgrößte Stadt Schwedens, 2015 im Altersheim und im städtischen Krankenhaus die Arbeitszeiten auf sechs Stunden pro Tag reduziert – bei vollem Gehalt. 2017 lagen die Erkenntnisse vor: Die Mitarbeiterinnen waren glücklicher, gesünder und produktiver.  Mit der Arbeitszeitverkürzung konnten die Leistungen ausgebaut werden und die Patienten waren zufriedener.
Und es entstanden auch nicht mehr Kosten: Mehr Mitarbeiter wurden eingestellt, das brachte mehr Steuereinnahmen. Weniger Krankenstände, weniger Invaliditätspensionen und weniger Arbeitslose bringen Ersparnisse.

Schwedische Tech-Branche als Vorreiterin

In der schwedischen Tech-Branche funktioniert der 6-Stunden-Tag schon seit vielen Jahren. Allen voran zeigt der Automobilhersteller Toyota, wie das funktionieren kann. Bereits 2003 stellte das Werk in Göteborg auf kürzere Arbeitstage bei vollem Lohn um.
Das Ergebnis zeigte nicht nur zufriedenere und motiviertere Angestellte, sondern auch einen Anstieg in Produktivität und damit den Profiten. Die Gründe hierfür sind simpel: Einerseits wurden unnötig lange Meetings verworfen bzw. effizienter gestaltet. Andererseits ergeben sich im Arbeitstag viel weniger Leerläufe, die mit Social Media oder Internetsurfen gefüllt werden.

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