Archiv der Kategorie: Streik

Arbeitskampf, Treuhand, Ostdeutschland

Interview mit Gewerkschaftssekretärin Katja Barthold

Schrottplätze, auf denen Giftmüll gelagert wird, Konzerne, die ihre Produktion ans andere Ende der Welt verlagern wollen: Katja Barthold ist in ihrem Berufsalltag als Gewerkschaftssekretärin mit verschiedensten Formen des Arbeitskampfes konfrontiert. Im dritten „Wohlstand für Alle – Spezial“ erklärt sie, was ihre Arbeit in Thüringen besonders macht, und wieso wir gerade heute starke Gewerkschaften brauchen.

Wohlstand für Alle - Spezial - Interview

Wohlstand für Alle

Podcast – Spezial #3 vom 13.06.2020

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Das deutsche Wirtschaftswunder

Ludwig Erhard und das Märchen von der Sozialen Marktwirtschaft

Das deutsche Wirtschaftswunder, so lernen wir bereits in der Schule, haben wir vor allem einem Mann zu verdanken: Ludwig Erhard. Er hat die Soziale Marktwirtschaft eingeführt – die eigentlich, wie wir in Folge 38 gezeigt haben, auf Ideen des Ordoliberalismus fußt – und somit für Aufschwung gesorgt.

Wohlstand für Alle |Podcast

Wohlstand für Alle

Podcast – Episode 39 vom 06.05.2020

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Film | Luft zum Atmen

GOG | Gruppe oppositioneller Gewerkschafter

Luft zum Atmen

Film ist jetz online!

1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“(GoG). Die Betriebsgruppe existierte über 40 Jahre bis zur Werksschließung 2014. GoG hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert.

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Die Geschichte der Arbeiterbewegung

Zeit der Ausbeutung und der Revolution

ARTE.tv Geschichte | vierteilige Dokureihe

Unterdrückung und Ausbeutung, Revolution und Reformen: Die Geschichte der Arbeiterbewegung beginnt im frühen 18. Jahrhundert in Europa. Im Zuge der Industrialisierung entstand im 19. Jahrhundert eine Gesellschaft, in der die Unterschiede zwischen Arm und Reich immer bedeutender wurden. Vor diesem Hintergrund begann die Arbeiterbewegung.

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Fight for $15

Ein Job, den ich gerne machen kann

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Film englisch mit dt. UT |  9 min | 2015

Video über eine Frau, die für 8 US-Dollar (7,45 Euro) in der Stunde in einem Fastfood Restaurant in Philadelphia arbeitet und sich entschlossen hat, an der Kampagne „Fight for $15“  für einen Mindestlohn von 15 US-Dollar die Stunde teilzunehmen.

In der Kampagne „Fight for $15“, die seit April 2012 läuft und in deren Rahmen immer wieder aufsehenerregende landesweite Streiktage durchgeführt werden, haben sich Arbeiter_innen aus verschiedenen Branchen aus dem Billiglohnbereich zusammengetan. Neben Menschen die in der Fast Food Industrie arbeiten, Verkäufer_innen, Erzieher_innen, Pflege- und Putzdienste, Bauarbeiter_innen und Flughafen-Mitarbeiter_innen.

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Es gibt auch einige Etappenerfolge: Walmart hat vor kurzem den Mindestlohn im Unternehmen auf 9 US-Dollar erhöht. Für Seattle wurde beschlossen, dass ab 2017 ein flächendeckender Mindestlohn von 15 US-Dollar gelten soll.

Die Fight for $15 Bewegung ist die größte Streikwelle von Niedriglohn Arbeiter_innen in den USA seit Jahrzehnten. Zwar wird sie stark von großen Gewerkschaften wie der SEIU und von kirchlichen Organisationen kontrolliert, sie wäre aber gleichzeitig undenkbar, ohne das reale Engagement der Arbeiter_innen an der Basis. (Siehe den Artikel „Whose Strike“ des Kasama Projektes bei libcom).

„Kürzlich hat mein Manager versucht mich zu feuern. Weil ich lackierte Nägel hatte. Alle anderen in meiner Filiale hatten auch lackierte Nägel. Wir haben dieses Papier geschrieben, in dem wir sagen, dass wir Respekt fordern und dass es unser Recht ist, uns gewerkschaftlich zu organisieren ohne Vergeltung. 80% meiner Kolleg_innen unterschrieben es und wir gingen zu meinem Chef. Er sagte, er hätte mich nie gefeuert und ich hätte auch alleine zu ihm kommen und mit ihm reden können. – Er war vor allem verängstigt, weil sein Laden voll war mit Leuten, die sich gegen ihn stellten.“ (aus dem Video)

Beispiel-Filme:

I showed this short powerful video on the FIght For 15 Campaign for a living wage to my „Civics 101“ class on November 12, 2014. Our guest speaker was McDonald’s worker and F415 organizer Douglas Hunter.

Tell McDonald’s enough is enough.

 

This multi-act web series follows the life of a Chicago McDonald’s worker, Adriana Alvarez, as she fights for a $15 living wage, dignity, her son, and fairer world.
Follow Adriana! @Adriana_4812

On International Working Womyn’s Day 2014 We The Chicago Fight for 15 Womyn Demanded an End to Verbal Abuse at McDonald’s, the fast food Industry, and Beyond.
Sign this petition to Demand An End to Verbal Abuse: http://bit.ly/StopAbuseAtMcDonalds
En el Dia Internacional de la Mujer Trabajadora 2014, Nosotras las Mujeres de Lucha por 15 Chicago, Exigimos que se Termine el Abuso Verbal en McDonalds, la Industria de Comida Rapida, y en Todo Sitio
Firme Esta Petición Para Exigir que se Termine el Abuso Verbal: http://bit.ly/StopAbuseAtMcDonalds

A bientôt j’espère

Bis bald, hoffentlich!

Film französisch mit dt. UT| 44 min | 1968 |

A bientot j´espere
A bientot j´espere

1967 drehen Chris Marker und Mario Marret einen Film zur Unterstützung des Arbeitskampfes in der Fabrik Rhodiacéta in Besançon. In „A bientôt j’espère“ kommen die Arbeiter_innen zu Wort. Ihr Protest stellt den Auftakt zur 68er-Revolte und zur ersten großen Streikbewegung in Frankreich seit 1936 dar. Die Streikenden erklären ihren Alltag, ihren Kampf und ihre Forderungen. Sie kritisieren nicht nur ihre Arbeitsbedingungen, sondern auch die ganze Lebensweise, die ihnen aufgezwungen ist.

Als die Regisseure den Film den Arbeiter_innen zeigten, wurde er von ihnen teilweise kritisiert, etwa weil wichtige Aspekte ihrer Erfahrung in dem Film fehlten. Dies gab den Ausschlag zur Gründung der Gruppe Medvedkine: die Arbeiter_innen sollten selbst die Kamera in der Hand haben, und die Regisseure ihnen die Technik beibringen. Die Gruppe Medvedkine hat mehrere Filmen in Fabriken in Besançon und Sochaux gedreht. Darunter „Avec le Sang des Autres“ („Mit dem Blut der Anderen“), der auch auf labournet.tv angesehen werden kann.