Archiv der Kategorie: Arbeitsmoral

Brauchen wir ein Recht auf Faulheit?

Wohlstand für Alle – Podcast #113

Vor 90 und sogar schon vor 140 Jahren wurde das Ende der Arbeit prognostiziert. Paul Lafargue, immerhin der Schwiegersohn von Karl Marx, plädierte für ein Recht auf Faulheit und war sich sicher, dass wir bald auch gar nicht mehr viel arbeiten müssen – drei Stunden am Tage sollten ausreichen –und trotzdem in Wohlstand leben können.

Brauchen wir ein Recht auf Faulheit? weiterlesen

Bartleby, der Schreiber

Literatur und Ökonomie

Wohlstand für Alle – Literatur #4

„I would prefer not to“
Dieser Satz aus Herman Melvilles Erzählung „Bartleby, der Schreiber“ ist weltberühmt geworden. Bartleby ist bei einem Anwalt an der Wall Street angestellt und arbeitet als Kopist, doch von einem Tag auf den anderen weigert er sich, die ihm zugedachten Arbeiten auszuführen. Was können wir von diesem passiven Protest lernen, ist er vielleicht sogar revolutionärer als manche Aktivität?

Bartleby, der Schreiber weiterlesen

Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche

 Mehr Zuckerbrot, weniger PeitscheGuillaume Paoli (Hg.): Aufrufe, Manifeste und Faulheitspapiere der Glücklichen Arbeitslosen

Seit 1996 verbreiten die Glücklichen Arbeitslosen eine ketzerische Botschaft: Arbeit für alle werde es nie wieder geben, doch gerade dies sei eine historische Chance.

Mehr Zuckerbrot, weniger Peitsche weiterlesen

Manifest gegen die Arbeit – Krisis 1999

Manifest gegen die Arbeit (Gruppe Krisis) | Krisis(Gruppe Krisis) | Krisis 1999

Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!

Erich Ribolits (1994): Die Arbeit hoch?

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

die-arbeit-hoch-ribolits-1994lSeit dem ersten Erscheinen dieses Buches sind knapp mehr als zwei Jahre vergangen. Die Entwicklungen in dieser Zeit haben die dem Buch zugrundeliegende Annahme einer gegenwärtigen, existentiellen „Krise der Arbeitsgesellschaft“ leider vollinhaltlich bestätigt. Viele der in diesem Zusammenhang angesprochenen Trends sind in der Zwischenzeit sogar erst zur vollen Deutlichkeit gelangt. (aus dem Vorwort zur 2.Auflage)

Erich Ribolits (1994): Die Arbeit hoch? weiterlesen

Was ist Arbeit wert?

„Eine Einstellung zur Arbeit im Haus der Kulturen der Welt“
27. Februar – 06. April, 2015, Berlin

Den Einstellungen über die Arbeit sieht man nicht an, ob die Tätigkeiten auf Freundschaftsbasis, also ohne Mehrwert und Ausbeutung, verrichtet wurden oder ob etwa die Ausbeutungsverhältnisse besonders hoch sind.

Müßiggangvernichtung

In einem Sketch von Loriot möchte ein Mann“einfach nur sitzen“ und nichts tun. Aber die Frau im Hintergrund ist stetig bemüht, ihn dazu zu animieren, irgendetwas zu tun. Das „einfach nur sitzen“ wird als verwerflich angesehen, es gilt aktiv zu bleiben. „Willst du eine Illustrierte lesen? Willst du spazierengehen?…“ Egal was getan wird, Hauptsache, es wird etwas getan.

Schon früh beginnt auch die Erwerbstätigkeit eine zentrale Rolle in dieser Müßiggangvernichtungskampagne zu spielen. Wer faul ist, findet keinen Job, der „wird nichts“, hat nichts, ist nichts. Es gilt schon von Anfang an, das Leben auf eine möglichst ertragreiche Erwerbstätigkeit auszurichten.

Müßiggangvernichtung weiterlesen

Die Zukunft der Arbeit

Die Arbeit für sich ist ein Mythos

Arbeit als Arschkriecherei

Holger Witzenleiter schrieb am 24.02.2004 auf Indymedia eine kleine Studie zum Thema Arbeit. Der mehrseitige Beitrag ist eine Zusammenfassung aus Artikeln aus der Le monde diplomatique, dem Contraste und diversen Büchern. Die Arbeit für sich ist, das möchte der Autor erläutern, ein Mythos, ein Wert für sich und aus sich. Sie ist unabhängig vom politischen System, denn das System lebt von der Arbeit als Grundlage.

Die Zukunft der Arbeit weiterlesen

Tyrannei der Arbeit

 Ulrich Renz:

Die Tyrannei der Arbeit
Wie wir die Herrschaft über unser Leben zurückgewinnen

Buch-Cover: Die Tyrannei der Arbeit
Buch-Cover: Die Tyrannei der Arbeit

Im Buch von Ulrich Renz geht es um Arbeitswahn und die Glücksfindung in unserer Gesellschaft. Es ist eine Kritik an der Tyrannei mit der sich die Arbeit über unser Leben aufgeschwungen hat; eine Kritik an der Fantasielosigkeit, die unsere Gesellschaft infiziert hat, sodass sie sich ein Leben jenseits der Arbeit gar nicht mehr ausmalen kann.

272 Seiten – Verlag Ludwig € 17,99 [D] / € 18,50 [A] / CHF 25,90 ISBN 978-3-453-28050-2